Fakten Check - Holzverpackung

HOLZVERPACKUNG

CO2-neutraler Globetrotter: Die Holzverpackung

Sie sind stabil, belastbar und lassen sich gut transportieren und stapeln. Verpackungen und Transportmittel aus Holz, wie Paletten, Kabeltrommeln und Holzkisten, sind in der ganzen Welt unterwegs und zählen zu den Lastenträgern der internationalen Weltwirtschaft.

Allein von der bekannten Europalette sind weltweit derzeit geschätzte 450 bis 500 Millionen Exemplare im Einsatz. Kein Wunder, denn die Eigenschaften einer Holzpalette sprechen für sich: Trotz ihrem kompakten Maß kann bspw. eine einzige Europalette eine Last von bis zu 1,5 Tonnen tragen. Sonderausführungen können durchaus auch höhere Lasten stemmen. Durch die Verwendung von unbehandeltem Nadelholz ist sie zudem frei von chemischen Schadstoffen, wirkt Keim abtötend und lädt sich nicht elektrostatisch auf.
Von Obst und Gemüse bis hin zu schweren Maschinenbauteilen lässt sich nahezu alles auf ihr transportieren.

Eine weitere wichtige Eigenschaft für den Transport von Waren ist die Rutschfestigkeit. Dank der rauen Oberflächenstruktur von Holz, ist die Holzpalette perfekt geeignet, um verpackte Produkte an Ort und Stelle
zu halten - egal ob in Bahn, LKW, Flugzeug oder Schiff. Kisten aus Holz haben zudem die positive Eigenschaft, die Luftfeuchtigkeit ausgleichen zu können. Damit sind Sie auch für den Einsatz in feuchtklimatischen Umgebungen geeignet. Ein weiterer Pluspunkt von Paletten und Holzverpackungen ist ihre Wiederverwendbarkeit. Ist eine Palette mal defekt, kann sie ganz einfach mit den Teilen anderer Paletten oder mit neuem Holz repariert werden. Eine Holzpalette kommt somit trotz einer hohen Materialbelastung auf eine durchschnittliche Lebensdauer von fünf bis sieben Jahren. Ist die Palette dann endgültig hinüber, kann sie
zu Hackschnitzeln verarbeitet werden und in der Spanplattenindustrie ein-gesetzt werden.

Natürlich, stabil und gut für das Klima

Holzpackmittel, Paletten und Exportverpackungen werden aus Holzrohstoffen gefertigt, die aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen und über viele Jahre hinweg bereits große Mengen an Kohlendioxid (CO2) gespeichert haben. In der Holzmenge, die zur Herstellung einer einzigen Palette benötigt wird, ist eine CO2-Menge von 33 Kilogramm (kg) gebunden. Damit besitzt die Holzpalette schon vor ihrer eigentlichen Herstellung eine bessere CO2-Bilanz als vergleichbare Kunststoffprodukte. Alle jährlich rund 450 Millionen (Mio.) in Europa hergestellten Holzpaletten binden zusammen eine Menge von über 13 Mio. Tonnen (t) CO2.


Ist das Holz geerntet, wird es über ein Sägewerk zum Palettenhersteller transportiert. Da für die Produktion überwiegend heimische Holzrohstoffe verwendet werden, sind die Transportwege kurz und die dadurch verursachten CO2-Emissionen mit 0,40 kg gering. Auch in der Herstellung ist die Holzpalette deutlich ökologischer als die Produkte aus Kunststoff. Während bei der Produktion einer Palette aus Holz CO2-Emissionen von rund 4,67 kg anfallen, sind es bei der Produktion einer vergleichbaren Kunststoffpalette mit ähnlicher Tragfähigkeit rund 44,2 kg CO2. Den Transport vom Hersteller zum Verbraucher mit eingerechnet, ergibt sich für eine Kunststoffpalette somit eine Gesamt-CO2-Bilanz von rund 44,62 kg, die Holzpalette schafft eine vorteilhafte Gesamtbilanz von rund minus 27,5 kg.

Europas Exportschlager


Paletten und Holzpackmittel gibt es in den unterschiedlichsten Größen und Formen. Eine der Bekanntesten ist die Europoolpalette, auch „Europalette“ genannt. Sie besteht aus exakt elf Brettern und neun Holzklötzen, die von 78 bis 81 speziellen Nägeln zusammen gehalten werden, und ist auf eine Abmessung von 120 mal 80 cm genormt.
Dank diesen Maßen kann sie ohne Probleme mit einem Hubwagen durch gewöhnliche Türen bewegt werden und passt perfekt auf LKWs und Güterwaggons.

Die Fracht kann somit vom ersten bis zum letzten Meter des Transportweges auf der gleichen Palette
befördert werden, was Zeit und Geld spart.

Ähnlich wie eine Ameise, trägt auch die Europalette das 60-fache ihres eigenen Gewichts.
Bei einem Eigengewicht von rund 25 kg schafft sie bei gleichmäßiger Belastung Gewichte von bis zu
1,5 Tonnen. Eine weitere Besonderheit ist, dass alle Europaletten zwischen dem Versender und Empfänger kostenlos getauscht werden können, wobei durch die European Pallet Association (EPAL) genau definiert ist, welchen Zustand eine Palette haben muss, um noch „tauschfähig“ zu sein.


FAKTEN CHECK

Fakten zur Holzverpackung:
In Deutschland wurden 2011 rund 87,7 Millionen neue Holzpaletten hergestellt, in Europa
sind es jährlich rund 450 Mio. Holzpaletten.
Alle in Europa hergestellten Holzpaletten binden jedes Jahr zusammen eine CO2-Menge von über
13 Mio. Tonnen. Eine einzelne Palette hat eine CO2-Bilanz von -27,5 kg.
Beim Einsatz von 1.000 Europaletten verbessert der Verwender seine Bilanz um 27,5 Tonnen.
Das entspricht rund 1.000 gefüllten Heißluftballons.
Holzpaletten sind rutschfest, frei von Schadstoffen und laden sich nicht elektrostatisch auf.
Eine Holzpalette ist bei gleicher Abmessung und Tragfähigkeit leichter als eine Palette aus Kunststoff und trägt bauartbedingt in der Regel ein Gewicht von einer bis zwei Tonnen (= das 60-fache ihres Eigengewichts). Für höhere Lasten gibt es vielfältige Sonderausführungen.
Holzpaletten können repariert und mehrmals wiederverwendet werden. Am Ende ihres Lebens können sie zerkleinert als Rohstoff in der Spanplattenindustrie eingesetzt werden.
Das Holz einer Holzpalette stammt aus heimischen und nachhaltig bewirtschaften Wäldern.
Weltweit sind derzeit geschätzte 450 bis 500 Millionen Europaletten im Einsatz.

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